Selbsthilfe für Menschen mit Lungenerkrankung

Training bei Atemwegs- und Lungenerkrankung

Lungensport: Veranstaltung mit Oliver Göhl

Lungensport: Veranstaltung mit Oliver Göhl

Auf Initiative unserer Selbsthilfegruppe fand einmal mehr ein interessanter Vortrag für atemwegs- und lungenkranke Menschen statt. Das Treffen wurde im Konferenzsaal II des DB-Museum abgehalten und war mit über 50 Teilnehmern gut besucht. Die Teilnehmerzahl war auf 60 Personen begrenzt.

Thema war diesmal Lungensport: “Training bei Atemwegs- und Lungenerkrankung”. Für die Veranschaulichung dieser wichtigen Säule der pulmonalen Rehabilitation konnten wir den Spezialisten Dr. Oliver Göhl als Referent gewinnen. Oliver Göhl ist Sportwissenschaftler, Sporttherapeut und Vorstandsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V.

Die Quintessenz des Vortrags war: Atemwegs- und Lungenerkrankung haben im Verlauf Auswirkungen auf den gesamten Körper. Vor allem die Skelettmuskulatur ist betroffen. Die medikamentöse Versorgung der erkrankten Lunge ist wichtig, reicht aber nicht um auf Dauer Selbständig im Alltag zu bleiben und eine entsprechende Lebensqualität zu erhalten. Voraussetzung für ein erfolgreiches Training sind ausreichendes Wissen und sicherer Umgang auch mit Hilfsmitteln. Mit zunehmendem Schweregrad der Erkrankung ist eine gute Mobilität und Flexibilität des Brustkorbs wichtig, da dies die Atmung und – für den Patienten spürbar – die Anstrengung für die Atmung bestimmt. Erreicht werden kann dies durch spezielle Dehnübungen für den Brustkorb (Dreh- und Dehnlagen). Bei jeglicher körperlicher Betätigung und zum Erholen wurde auf die Notwendigkeit des Einsatzes der Lippenbremse hingewiesen. Vor allem die Rolle des Krafttrainings wurde immer wieder herausgestellt. Eine Möglichkeit zum üben und trainieren bietet der Lungensport (Krafttraining, Ausdauertraining). Jeder Patient sollte auch eine Physiotherapie mit Schwerpunkt Atemtherapie in Anspruch nehmen.

Dr. Göhl zeigte auch viel Körpereinsatz, denn die Erklärungen wurden zur besseren Veranschaulichung anhand praktischer Beispiele ergänzt. Auch die Teilnehmer wurden angehalten, bei diversen Übungen mitzumachen.

Am Ende des Vortrags wurde noch eine Fragerunde abgehalten. Die Anwesenden äußerten sich ausnahmslos positiv über den Vortrag. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Frau Szilagyi, Mitarbeiterin der Firma Talecris Biotherapeutics, für deren Engagement wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

Lesen Sie dazu auch: Wie viel Training braucht die Lunge?

Sprechzeiten

Informationen zur Selbsthilfegruppe und zur Erkrankung allgemein unter
Tel. 0911/9891692

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