15. Deutscher Lungentag Nürnberg 2012

15. Deutscher Lungentag Nürnberg 2012

Wenn auf der Treppe die Puste ausgeht

Klinikum informierte am 30. Juni 2012 über die Gefahr von chronischen Lungenerkrankungen

Lungenerkrankungen zählen welt­weit zu den häufigsten Krankheiten. „Trotzdem wissen viele Menschen gar nicht, dass sie an einer obstruktiven Lungenerkrankung leiden. Oder sie ignorieren die Anzeichen dafür ein­fach“, berichtet Dr. Joachim Ficker, Chefarzt der Klinik für Pneumologie des Klinikums Nürnberg.

Die Folgen dieser chronischen Lun­generkrankungen werden von den Betroffenen oft völlig unterschätzt. Dabei schränken sie die Leistungsfä­higkeit, die Mobilität und damit auch die Lebensqualität der Patienten im Verlauf der Krankheit immer weiter ein. Selbst einfache Tätigkeiten wie Treppensteigen oder Gehen können bei fortgeschrittener Krankheit zur unüberwindbaren Anstrengung wer­den. Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind chro­nisch obstruktive Lungenerkrankun­gen, eine der häufigsten Ursachen von Krankmeldungen und Frühverrentungen in Deutschland. Weltweit zählen Lungenerkrankungen zu den häufigs­ten Todesursachen.

Um dieser Entwicklung entgegenzu­wirken, setzt der Chefarzt auf Infor­mation und Aufklärung. „Eine früh­zeitig einsetzende Therapie kann den Patienten viel Leid und Einschränkun­gen in der Lebensqualität ersparen. Deshalb sollten Betroffene schon bei den ersten Anzeichen einer Lungen­erkrankung – chronischer Husten, Atemnot, atemabhängige Schmerzen oder verfärbter Auswurf – den Arzt aufsuchen“, empfiehlt Ficker.

Wie sich chronische Lungenerkran­kungen entwickeln und wann man unbedingt zum Arzt gehen sollte, darüber informierte die Klinik für Pneumo­logie in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe COPD am 30. Juni. Auch für Patienten mit einer bereits diagnostizierten Lungenerkrankung gab es zahlreiche Informationen, so zur Sauerstofftherapie und zum Nutzen einer Rehabilitationsmaßnahme bei schweren Lungenerkrankungen.

So scheuen zum Beispiel viele Patienten die hilfreiche Sauerstoff­therapie. Nicht nur der Umgang mit den Sauerstoffflaschen ist ihnen läs­tig: „Vielen ist auch der Umgang da­mit vor der Familie oder den Arbeits­kollegen peinlich“, weiß Ficker. Dabei kann gerade die Sauerstoffthe­rapie die Leistungsfähigkeit von Lun­genpatienten und damit ihre Mobili­tät oft wieder enorm steigern.

Fotoalbum der Veranstaltung: