Laut den Ärzten des Essener Uni-Klinikums ist der Tod einer 36-jährigen Patienten auf das Schweinegrippe-Virus H1N1 zurückzuführen. Allerdings galt die Frau als Risikopatienten, die neben Adipositas und Diabetes auch unter verschiedenen Keimen litt. Die H1N1-Infektion habe den anderen, teilweise multiresistenden, Keimen Vorschub geleistet. Die daraus resultierten Folgen führten zum Multiorganversagen und schließlich zum Tod der Frau.
Die Todesursache eines in München verstorbenen 5-jährigen Jungen wird zwar auf Lungenentzündung und eine schwere Vorerkrankung zurückgeführt, jedoch wurde auch in diesem Fall das Schweinegrippe-Virus nachgewiesen. Eine weitere an akutem Lungenversagen leidende Frau und ebenfalls Trägerin des H1N1-Virus wurde mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
Die Impfung zum Schutz vor der Schweinegrippe wurde inzwischen von der Impfkommission für Deutschland offiziell empfohlen. Geimpft werden sollen aber vorrangig chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal. Der Nutzen der Impfung ist allerdings bei vielen Ärzten umstritten. Außerdem sollen dem Impfstoff Trägerstoffe zugesetzt sein, die bekannterweise starke Nebenwirkungen auslösen können. Die Berichterstattung und Meinungen zur Schweinegrippe reichen von Dramatisierung bis zur Verharmlosung. Zum einen ist die Krankheit höchst ansteckend und zum anderen sind die Symptome sehr mild. Es wird vermutet, dass bereits viele Menschen an der neuen Influenza-Form erkrankt sind, ohne es zu wissen.
Weitere Infos: Der Westen



