Gruppentreffen mit Fachärztin

Gruppentreffen mit Fachärztin

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Frau Dr. Jeleva

Am 17. Juni 2009 traf sich die Gruppe mit Frau Dr. Jeleva zu einem Vortrag über die „Volkskrankheit“ COPD. Die Abkürzung COPD (chronic obstructive pulmonary disease) steht als Sammelbegriff einer Gruppe von Krankheiten der Lunge, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind. In erster Linie sind die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem zu nennen. In den letzten Jahren wurden wichtige Erkenntnisse zum Krankheitsbild COPD gewonnen und man unterscheidet mittlerweile zwischen einer eher systemischen Form und einer mehr lokalen Variante der COPD.

Der Vortrag von Frau Dr. Jeleva, Internistin in der Rangauklinik Strüht bei Ansbach, war sehr detailiert und umfassend. Besonders eingegangen wurde auf die möglichen medikamentösen Therapien und auf die Wirkung und Nebenwirkung der einzelnen Medikamente. Bei der weiteren Diskussion wurde klar, dass Regelmäßiger Lungensport und eine gesunde Ernährung ebenso wertvolle Bestandteile der COPD-Therapie sind, wie die moderne Medikamentenbehandlung.

Die  COPD entwickelt sich schleichend über mehrere Jahre hinweg, daher ist die Früherkennung und frühzeitige Behandlung sehr wichtig. Wird die COPD nicht diagnostiziert bzw. nicht adäquat und rechtzeitig behandelt, verschlechtert sich die Prognose der Patienten dramatisch. Es gibt erkennbare Anzeichen, die eine mögliche COPD vermuten lassen: Atemnot bei körperlicher Belastung, Husten und Auswurf. Bei diesen Symptomen sollte unbedingt ein Arzt konsultiert.

Zum Schluss machte Frau Dr. Jeleva noch einmal deutlich, dass der Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer COPD das Rauchen ist. Es wurde unter anderem aufgezeigt, welche schädlichen Stoffe bei der Verbrennng des Tabaks freigesetzt werden und warum das Rauchen süchtig macht. Für eine erfolgreiche Therapie ist Rauchverzicht unabdingbar. Deshalb ist es wichtig, dass bei Betroffenen nicht nur die chronisch obstruktive Lungenerkrankung behandelt wird, sondern dass sie auch das Rauchen dauerhaft aufgeben. Neben Nikotinersatzstoffen kann auch eine Verhaltenstherapie hilfreich sein und zum Erfolg führen. Bei absoluter Nikotin-Abstinenz und konsequenter  Therapie erhöhen sich Lebensqualität und Lebenserwartung.

Links zum Thema COPD:
Frühe Therapie unterstützt ein langfristig aktives Leben
Wikipedia