Anschauliche Vorführung der Atemtherapie

Anschauliche Vorführung der Atemtherapie

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Vorführung der Therapeutinnen

Therapeutinnen der „Praxis Langwasser“ zu Gast.
Die Atemtherapie mit ihrem psychosomatischen Ansatz hat sich Anfang dieses Jahrhunderts aus der Begegnung der westlichen Atemlehren mit verschiedenen Elementen von Gymnastik, Tanz, Psychotherapie und fernöstlichen Atemwissen entwickelt. Eine effektive Atemtherapie besteht aus verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Belüftung beider Lungen. Es kommen dabei unterschiedliche Techniken zum Einsatz, die sowohl passiv (durch den Therapeuten) als auch aktiv (durch den Patienten) durchgeführt werden können. Ziel ist der Abbau atemhemmender Widerstände, Sekretlösung, Kräftigung der Atemmuskulatur, Ventilationssteigerung (bestmögliche Aufnahme von Sauerstoff) und die allgemeinen Leistungssteigerung.

Für das Treffen im Februar hatte die Selbsthilfegruppe 2 Therapeutinnen der „Praxis Langwasser“ eingeladen. Neben theoretischen Abhandlungen wurde anhand praktischer Beispiele gezeigt, wie und wo die Physio- und Atemtherapie ansetzt und wirkt. Die anschaulichen Demonstrationen vermittelten einen guten Eindruck über die Behandlungsmethoden. Jedem Teilnehmer wurden schriftliche Unterlagen überreicht mit Erklärungen zu den verschiedenen Therapieformen und bebilderten Übungen.

Wo findet die Atemtherapie Anwendung?
– Asthma, chronischer Bronchitis, Emphysem und sonstigen Atemstörungen,
– Erschöpfungs- und Spannungszuständen,
– Depressionen und Ängsten,
– Haltungsfehlformen,
– psychosomatischen Störungen

Die Therapie hängt weitgehend vom Schweregrad der Erkrankung/Beschwerden ab und von der Bereitschaft des Patienten bei der Behandlung mitzuwirken. Die Atemtherapie findet grundsätzlich als Einzeltherapie statt.

Krankengymnastik (Atemtherapie) muss vom Arzt verordnet werden. Leider kommt es immer wieder vor, dass die in der Heilmittelverordnung vereinbarten Vordrucke unzureichend ausgefüllt werden. Eine Verordnung muss vollständig ausgefüllt sein. Notwendig sind insbesondere die Angabe von Diagnose, Leitsymptomatik und (ggf.) Therapieziel nach Maßgabe des Heilmittelkatalogs sowie die Verordnungsmenge. Nach Abschluss einer Behandlungsserie und bei Behandlungsabbruch wird der Therapeut den Arzt auf Wunsch über Ergebnis, Prognose der Behandlung und ggf. Änderungsvorschläge formlos unterrichten. Dieser Wunsch wird bereits auf der Verordnung angekreuzt.

Fotos von der Veranstaltung:

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